Zum Hauptmenü Zum Inhalt

Aktuelles

1

11.10.2017

Boys’Day-Materialien

Der nächste Boys’Day ist am 26. April 2018. Die neuen Materialien zur Bewerbung des Aktionstags und zur Information sind ab sofort kostenfrei bei uns erhältlich.

Der Flyer für Jungen, der gemeinsame Boys’Day- und Girls’Day-Wendeflyer und das Plakat können über unser Materialcenter bestellt oder heruntergeladen werden.

Zum Plakat
Zum Wendeflyer
Zum Jungenflyer


2

11.10.2017

Genderfachtag: Geschlechtergerechtigkeit in der Schule

Am 28. September 2017 veranstaltete die Bezirksregierung Detmold den Genderfachtag zum Thema „Geschlechtergerechtigkeit in der Schule – eine Herausforderung für die pädagogische Praxis“.

Eine geschlechtersensible, individuelle Förderung kann dazu beitragen, Mädchen und Jungen gemäß ihrer Fähigkeiten zu fördern und sie in die Lage zu versetzen, aus einer Vielfalt von Rollengestaltungen ihren individuellen Lebensentwurf auszuwählen.

Der Genderfachtag bündelte verschiedene Perspektiven aus der Wissenschaft und der pädagogischen Praxis und gab Impulse zur Umsetzung in der Schule und anderen pädagogischen Bereichen.

Miguel Diaz, wissenschaftlicher Fachreferent von Boys’Day | Neue Wege für Jungs leitete einen Workshop zum Thema „Geschlechtersensible Berufs- und Studienwahl für Jungen“.

Zum Beitrag der Bezirksregierung Detmold:

www.bezreg-detmold.nrw.de


3

11.10.2017

Männer (und ein paar Frauen) prägen Film und Fernsehen

Das Phänomen „audiovisuelle Diversität“ wurde in der aktuellen Studie des Instituts für Medienforschung untersucht. Hierbei geht es um die Repräsentation und Darstellung von Frauen und Männern in TV- und Kinoproduktionen.

Die Studie zeigt klare Ergebnisse: Männer als Hauptakteure/Protagonisten sind mit 66 Prozent im Vergleich zu Frauen (33%) deutlich überrepräsentiert.

Auch im Kinderfernsehen zeigt sich, dass fiktionale Tiere, Pflanzen und Maschinen zu über 80% männlich sind.

Die Studie „Audiovisuelle Diversität?“ ist die bislang umfassendste Studie zur Ermittlung von Geschlechterdarstellungen in deutschen TV- und Kinoproduktionen. Als Grundlage diente eine detaillierte Analyse von über 3.000 Stunden TV-Programm aus dem Jahr 2016 und über 800 deutschsprachigen Kinofilmen aus den letzten sechs Jahren.

Mehr zu der Studie sowie ein Kurzbericht:

de.diversitymine.eu


4

13.09.2017

Gender Gap in der Ausbildung

Der aktuelle Ausbildungsreport der DGB Jugend befasst sich mit der Qualität der Ausbildung an Berufsschulen. Über 12.000 Auszubildende aus den häufigsten Ausbildungsberufen wurden zu ihren Ausbildungsbedingungen befragt. Ein Ergebnis der Studie: Weibliche Azubis sind aufgrund geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Ausbildung benachteiligt.

Die Benachteiligungen weiblicher Auszubildender sind dabei laut der Studie weniger auf individuelle Diskriminierungen am Arbeitsplatz zurückzuführen, sondern vielmehr strukturell bedingt. Als Gründe werden starke Qualitätsunterschiede in der Ausbildung in unterschiedlichen Berufsfeldern sowie geschlechtsspezifisches Berufswahlverhalten genannt. So ergreifen Frauen überdurchschnittlich oft tendenziell schlechter bewertete Berufe, selbst dann, wenn diese sie gar nicht interessieren.

Zur Berufswahl vorbei an den tatsächlichen individuellen Interessen kommt die strukturelle Benachteiligung durch die geschlechtsspezifische Segregation der Berufsfelder in männlich geprägte (ein Großteil der handwerklichen und technischen Ausbildungsberufe) und weiblich geprägte (vor allem der Dienstleistungsbereich): Wie die Studie zeigt, gibt es auch bei der Ausbildungsvergütung einen Gender Pay Gap, dieser beträgt 17 Prozent. Zudem müssen Azubis in weiblich dominierten Ausbildungsberufen häufiger über 40 Stunden in der Woche arbeiten; sie erhalten seltener einen Ausgleich für Überstunden und haben öfter Probleme, sich vom beruflichen Arbeitsalltag zu erholen.

Derartige strukturelle Benachteiligungen im Bereich der von Frauen überwiegend gewählten Ausbildungsberufe schlagen sich auch in der Gesamtzufriedenheit der Azubis nieder: So lag der Anteil der „zufriedenen“ und „sehr zufriedenen“ Azubis in den männlich dominierten Ausbildungen mit rund 76 Prozent deutlich über dem der weiblich dominierten Berufe (rund 65 Prozent).

Wunschberuf oder nur Notlösung?

Viele der weiblich dominierten Ausbildungsberufe, die bei jungen Frauen vermeintlich beliebt sind, wie zum Beispiel Zahnmedizinische Fachangestellte oder Fachverkäuferin, wurden von den Befragten deutlich seltener als „Wunschberuf“ bezeichnet (29,3 Prozent gegenüber 40,9 Prozent bei den männlich dominierten Berufen), stattdessen jedoch etwa doppelt so häufig als „Notlösung“ ergriffen (8,7 Prozent gegenüber 4,5 Prozent bei den männlich dominierten Berufen).

Dabei ist die Wahl des richtigen Berufes eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf und beugt Ausbildungsabbrüchen vor. Die Gewerkschaftsjugend fordert daher schon frühzeitig Maßnahmen einer Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen vorzunehmen, die auch die Wirkung von Geschlechterklischees thematisiert. Weiterhin seien gendersensible Fort- und Weiterbildungen der Berufsberaterinnen und -berater nötig, um Jugendliche zu unterstützen, bestehende stereotype Berufs- und Rollenbilder kritisch zu reflektieren und sich mit verschiedenen Berufsfeldern auch in Hinblick auf Einkommen und Aufstiegsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

Klischeefreie Berufsorientierung 

Ziel dieser Maßnahmen soll sein, das Berufswahlspektrum von Frauen und Männern zu erweitern. Die Gewerkschaftsjugend hält aber auch ein „Umdenken seitens der Betriebe bei ihrem Einstellungsverhalten“ und ihren betrieblichen Strukturen für notwendig. Zudem sollen Ausbildungsbedingungen und Beschäftigungsperspektiven vor allem in den Frauendomänen Gesundheit, Erziehung und Soziales verbessert sowie die weiblich dominierten Berufe gesellschaftlich wie materiell aufgewertet werden.

Quelle: www.klischee-frei.de

Zum Ausbildungsreport als PDF:

DGB Jugend-Studie: Ausbildungsreport 2017 (PDF, 794 KB)


5

11.09.2017

Plädoyer für eine genderbewusste Ausbildungsförderung

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres hat „der Paritätische“ ein Plädoyer für eine genderbewusste Ausbildungsförderung veröffentlicht und seine Anforderungen an die zukünftige Bundespolitik formuliert.

In diesen Wochen beginnen wieder rund 700.000 junge Frauen und Männer in Deutschland eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung. Etwa zwei Drittel von ihnen werden eine duale Berufsausbildung, ein Drittel eine schulische Ausbildung beginnen.

In ihrem Plädoyer kritisiert der Verband, dass vielen jungen Frauen der Zugang zu betrieblichen, eher „männertypischen“ Ausbildungen verschlossen bliebe und betont, dass es unser aller Anliegen sein muss, allen jungen Menschen die Berufsausbildung zu ermöglichen, die ihren Fähigkeiten und Wünschen entspricht.

Zum Plädoyer: www.der-paritaetische.de