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Aktuelles

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03.05.2005

NEUE WEGE FÜR JUNGS im Klinikum

Berufe einmal anders - Am Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag nehmen Mädchen Einblick in männerdominierte Berufe. Das hat schon Tradition. Doch auch das Berufswahlverhalten von Jungen ist vielfach geschlechtsspezifisch geprägt. Viel öfter als Mädchen entscheiden sich Jungen für technische Berufe wie Fachinformatiker, Kfz-Mechaniker oder Mechatroniker. Frauendominierte Berufe bleiben da meist außen vor, obwohl viele Jungen vielleicht gerade in sozialen Berufen ihre Kompetenzen hätten.

Unter dem Motto Neue Wege für Jungs – Berufe einmal anders bot das Klinikum Nürnberg am 28. April männlichen Schulabgängern die Gelegenheit, einen ganzen Tag lang in die immer noch frauendominierten Berufe des Gesundheits- und Krankenpflegers, des Kinderkrankenpflegers, des Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten und des Arzthelfers hineinzuschnuppern.
www.klinikum-nuernberg.de


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27.04.2005

Pressemitteilung zum Projektstart

Jungs müssen nicht immer Mechaniker werden
Modellprojekt Neue Wege für Jungs eröffnet neue Perspektiven in Berufswahl und Lebensplanung
Kfz-Mechatroniker, Informatiker oder Metallbauer - viele Jungen wissen meist schon früh, was sie mal werden wollen. Ähnlich wie Mädchen, wählen auch Jungen oft aus einem eingeschränkten Berufsspektrum - ungeachtet der Chancen, später in diesen Branchen einen Job zu finden. In der Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft werden Stellen in typischen Männerberufen in Produktion und Bau weniger gefragt; zugleich muss sich auch mit dem demografischen Wandel ein neues Rollenverständnis einstellen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet daher zeitgleich zum diesjährigen Girls’Day das Modellprojekt Neue Wege für Jungs. Es hat zum Ziel, auch Jungen neue Perspektiven in ihrer Berufswahl und Lebensplanung aufzuzeigen, denn Pflege-, Erziehungs- und Dienstleistungsbereiche werden in Zukunft gute Beschäftigungschancen bieten. Nicht zuletzt wird gerade imfrühkindlichen Erziehungsbereich beklagt, dass Kinder kaum auf männliche Vorbilder im Erzieherberuf treffen. Dies unterstreicht Bundesfamilienministerin Renate Schmidt am 28. April bei einem gemeinsamen Besuch mit fünf Jungen einer 9. Klasse in einer Kita in Berlin. „Jungs müssen nicht immer Mechaniker werden. Wir brauchen sie auch als Erzieher”, erklärt Bundesministerin Renate Schmidt. „Am heutigenGirls´Day - Mädchen-Zukunftstag wollen wir auch Jungen die Chance bieten, neue Wege zu beschreiten."

Das Modellprojekt Neue Wege für Jungs bietet Jungen der Klassen 5 bis 10 die Chance, sich mit ihren Berufswünschen, aber auch typischen Rollenmustern auseinander zu setzen und Einblick in bislang frauendominierte Berufe zu erhalten. Dabei soll eine bundesweite Plattform entstehen, die den Austausch und die Vernetzung von entsprechenden Initiativen und Projekten für Jungen fördert.

Als Anlaufstelle bietet das Service-Büro Neue Wege für Jungs Unterstützung und Beratung für interessierte Institutionen und Initiativen an. Das Projekt Neue Wege für Jungs wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Informationen finden Sie im Internet unter www.neue-wege-fuer-jungs.de

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.de
Internet: www.bmfsfj.de

Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr


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23.04.2005

Boys Kongress in Eschborn

Seit 4 Jahren findet anlässlich des Girls´Day - Mädchen-Zukunftstag in Eschborn ein Boys Kongress statt. Alle Schüler der 7. Jahrgangsstufe der Haupt-, Real- und Gynasialschulen nehmen an diesem Kongress teil. Ziel der Kongresses ist es, dass sich die Schüler mit dem Begriff „Familie” inhaltlich auseinandersetzen.

Im ersten Kongress haben die Schüler Familienarbeit in der Praxis erlebt. Im Rahmen des zweiten Kongresses haben Schüler Familienbiografien aus der Sicht der Frau recherchiert und dokumentiert. Im vergangen Jahr haben die Schüler in einer Zukunftswerkstatt eine familienfreundliche Stadtplanung für 2030 erarbeitet. In diesem Jahr werden die Schüler ein Familienhandbuch für Eschborner Familien entwickeln. Ziel ist es über die Recherche und die redaktionelle Arbeit die Jungen an das Thema „Familie” heranzuführen, mit ihnen Lebenslagen, Interessen und Bedürfnisse von Familien zu erkunden. Die Ergebnisse des Boys Kongress werden in ein Eschborner Familienhandbuch einfließen.

Zuständig ist die Gleichstellungsbeauftragte | Gleichstellungsstelle der Stadt Eschborn
Sabine Dalianis
s.dalianis@eschborn.de
Tel.: 06196 490 - 230 oder 349
www.eschborn.de


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20.04.2005

Zur Situation von Männern in Frauenberufen

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin hat Dissens e.V. eine Studie zu Männern in Pflege- und Erziehungsberufen erstellt. Die Studie macht Aussagen zur quantitativen Verteilung von Männern in Pflege- und Erziehungsberufen, in der Sozialarbeit und in der Grundschule. In qualitativen Interviews ging sie der Frage nach, welche Motive Männer dazu veranlassen, einen Pflege- und Erziehungsberuf zu ergreifen.

Die Studie liefert auch erste Antworten auf die Fragen, wie Männern sich in diesen typischen „Frauenberufen” positionieren und welche Unterstützung Männer in der Erzieherausbildung und im Berufsleben benötigen, um diesen Beruf längefristig und befriedigend auszuüben. Unteranderem wird in der Studie untersucht, mit welchen Motivationen Männern in sogannten Männerberufen arbeiten - wie es ihnen in eine überwiegend weiblich bestimmten Arbeitsfeld geht und was sie als hemmende und was sie als erschwerende Faktoren erleben.
Männer in Frauenberufen bleiben immer noch die Ausnahme. In den letzten Jahren ist der Männernateil in den Kindertagesstätten sogar zurückgegangen.

Das Bildungsnetz für geschlechtergerchte Bildung und Beschäftigung Berlin wird im Rahmen des Programms „Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken” durch das Bundesministerium für Bildung un Forschung (BMBF), den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union und durch das Land Berlin gefördert.

Die Studie kann im Downloadcenter unter Daten und Fakten herunterladen werden.

Weitere Informationen unter:
www.bildungsnetz-berlin.de


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19.04.2005

Jungen stärken

Materialien zur Lebensplanung (nicht nur) für Jungen von Uli Boldt jetzt in neuer Auflage erhältlich. Die in dieser Veröffentlichung dokumentierten Materialien für eine geschlechterbewusste Berufs- und Lebensplanung von Jungen sollen einen Beitrag dazu leisten, Jungen zukünftig auf eine bewusstere und begründetere Berufs- und Lebensplanung vorzubereiten.

Das Praxisheft von Uli Boldt veröffentlicht didaktisch-methodische Anregungen, welche vor allem die Förderung und die Veränderung der Einstellungen und sozialen Kompetenzen auf Seiten der Jungen zum Ziel haben. Die Arbeitsteilung der Geschlechter, Fragen der Lebensplanung, Themen wie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf” sollten stärker als bisher den berufsorientierenden Unterricht der Schulen bestimmen. Auch zur Organisation eines Projekttages für Jungen am Girls´Day gibt der Materialband wertvolle Praxistipps. Für die geschlechterbewusste Arbeit mit Jungen gibt es bis heute nur wenige Materialien. Konzepte sind bislang ungenügend entwickelt worden.
Die Veröffentlichung ist im Schneider Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2005 erschienen.