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Aktuelles

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09.10.2005

Fachtagung zur geschlechtsbewußten Berufsorientierung

Am 9. November 2005 veranstaltet die Landesarbeitsgemeinschaft „Mädchen und jungen Frauen in Sachsen e.V” in Kooperation mit Landeskoordinierungsstelle Girls’Day Sachsen die Fachtagung „Wege geschlechtsbewußter Berufsorientierung und Lebensplanung für Mädchen und Jungen”. Die Veranstaltung findet von 9.30 bis 17.30 Uhr im Kinder und Jugendhaus Louise in Dresden statt. Auf dem Programm stehen verschiedene Vorträge und Arbeitsgruppen.

"Girls’Day: Zahlen - Fakten - Argumente. Evaluationsergebnisse und mehr zum Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag" ist der Titel des Vortrags von Wenka Wentzel (Bundesweite Koordinierungsstelle Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag). Darüber hinaus wird Miguel Diaz das bundesweite Modellprojekt "Neue Wege für Jungs" vorstellen sowie Handlungsempfehlungen für eine geschlechtsbewußte Berufsorientierung und Lebensplanung mit Jungen geben.

Arbeitsgruppen
AG 1: Gründung und Aufgaben eines Girls’Day-Arbeitskreises
AG 2: Berufsorientierung und Lebensplanung für Mädchen im Rahmen von Beratungs-, Freizeit- und Bildungsarbeit
AG 3: Neue Wege für Jungs - Ansätze für die Arbeit mit Jungen

Um Anmeldung bis zum 21. Oktober 2005 wird gebeten an:

LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.
Königsbrückerstr. 68
01099 Dresden
mueller@maedchenarbeit-sachsen.de
Tel.: 0351 - 88 88 790

Die Kosten betragen 10 Euro für Mitglieder der LAG, 16 Euro für alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer


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09.10.2005

5000 mal Zukunft

Noch bis zum 31.12.2005 können Projekte der Kinder- und Jugendarbeit Förderanträge an die Initiative „5000 x Zukunft” der Aktion Mensch, des ZDF und der Jugend- und Wohlfahrtsverbände richten. Unter dem Motto „Zukunft heißt anfangen” werden im Rahmen der Aktion 5.000 Projektideen von und für Kinder und Jugendliche ohne großen Verwaltungsaufwand mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Förderanträge können online gestellt werden.

www.5000xzukunft.de


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04.10.2005

Lasst die Väter ran!

Die Mehrheit der Väter in Deutschland - über 80 Prozent - möchte mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich stärker an der Familienarbeit beteiligen: Aktive Väter wollen gleichberechtigte Partnerschaften!

Demgegenüber steht, dass nur knapp 5 Prozent der Väter die seit 2001 bestehende Möglichkeit einer Elternzeit für sich nutzen. Dabei würden 56 Prozent der Väter und der (noch) kinderlosen Männer mit Kinderwunsch gerne bis zu ein Jahr lang in Elternzeit gehen, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu den Einstellungen junger Männer bis 44 Jahre zu Elternzeit, Elterngeld und Familienfreundlichkeit im Betrieb belegt.

Das zeigt: Immer mehr Männer betrachten die ökonomisch und gesellschaftlich vorgegebene Rolle als Geldverdiener der Familie als nur einen Aspekt guter Vaterschaft und einen untergeordneten dazu. Über alle Lebensphasen hinweg steht für Männer ihre Familie an erster Stelle. Väter möchten sich von Anfang an aktiv und liebevoll an der Versorgung ihrer Kinder beteiligen, ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und an ihrer Erziehung mitwirken. Umfragen zeigen, dass drei Viertel der Männer mit familiären Aufgaben ihre tatsächliche Arbeitszeit gerne verringern möchten (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg): Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb. 2004).

Diese Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit veranlasste das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die vorliegende Allensbach-Umfrage sowie eine Expertise väterfreundlicher und rentabler Maßnahmen am Arbeitsplatz bei der Prognos AG in Auftrag zu geben.

Laut Allensbach würde ein Elterngeld voraussichtlich folgende Effekte haben:

  1. Wesentlich mehr Männer wollen Elternzeit nehmen.
  2. Wesentlich mehr Männer können sich vorstellen, sich für ein erstes oder ein weiteres Kind zu entscheiden.

Außerdem hat Allensbach erhoben, dass die Schwerpunkte in der Allianz für die Familie - Arbeitszeitpolitik und betrieblich gestützte Kinderbetreuung - auf hohes Interesse bei den Männern und (potentiellen) Vätern stoßen.

Elternzeit für Väter und Mütter

Mit der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Elternzeit im Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG) hat die Bundesregierung Neuerungen eingeführt, die es auch jungen Vätern erlauben, für ihre Familie da zu sein, ohne ganz aus dem Beruf aussteigen zu müssen, weil vor allem junge Familien den Einkommensverlust oftmals nicht anderweitig, etwa durch Vermögen, auffangen können.

Die Neuregelung bietet gerade Vätern neue Chancen ihren Wunsch nach aktiver Elternschaft zu verwirklichen, da nun eine flexible Elternzeit mit Teilzeitregelung möglich ist. Väter können die dreijährige Elternzeit vom ersten Tag an gemeinsam mit der Mutter ihres Kindes nehmen. Dabei kann jeder von ihnen bis zu 30 Stunden in der Woche arbeiten. Mehr Flexibilität erhalten Väter und Mütter durch das Angebot, mit Zustimmung des Arbeitgebers 1 Jahr der Elternzeit zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag ihres Kindes zu nehmen, um so beispielsweise das erste Schuljahr begleiten zu können. Für die Elternzeit besteht Kündigungsschutz. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten haben auch Väter einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit.

Während der Elternzeit können anspruchsberechtigte Eltern, also auch der Vater, Erziehungsgeld beanspruchen. Deshalb sollten auch und vor allem Väter ihre Entscheidung für oder gegen eine Elternzeit nicht allein davon abhängig machen, wer mehr verdient. Entscheidend ist, was unter dem Strich in der Familienkasse bleibt. Dabei sind auch steuerliche Aspekte und die Auswirkungen auf den Anspruch auf Bundeserziehungsgeld zu berücksichtigen.

Damit jede Familie für sich die beste Elternzeitlösung findet, hat das Bundesfamilienministerium einen Elternzeitrechner ins Internet gestellt. Oft ist durch die flexible Elternzeit viel mehr möglich, als man vorher denkt.

Quelle BMFSFJ


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26.09.2005

Tandem-Angebot für Mädchen und Jungs

Im Herbst bietet die ökotechnische Mädchenwerkstatt bei LIFE e.V. wieder ihre bewährten Kurse an. Mädchengruppen aus Schulen und Freizeiteinrichtungen können zu Technik- und Umweltthemen wie Nutzung der Sonnenenergie, Einführung in die Elektrotechnik, oder Naturfarben experimentieren und Produkte selbst herstellen - beispielsweise eine solarbetriebene Sonnentänzerin. Neu ist: In Kooperation mit dem Partner Dissens e.V. wird ein paralleles Angebot für Jungen zum Themenkomplex Körper und Gesundheit angeboten: In einem ersten Kurs, dem Wohlfühlkurs, können sie ausprobieren, was sie brauchen, damit es ihnen richtig gut geht.
Information: Claudia Summ, LIFE e.V., Fon:030/ 308 798 13, summ@life-online.de , www.life-online.de


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18.09.2005

„Das Erziehungsbuch” neu erschienen

Wie gehen wir damit um, wenn ein neunjähriges Mädchen esssüchtig und übergewichtig ist oder ein 15jähriger Junge keine Freunde hat und sich täglich sechs Stunden in seinem Zimmer einschließt, um ausschließlich mit dem Computer zu kommunizieren? Der renommierte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Peter Struck versucht mit seinem „Erziehungsbuch” in einem Mix aus empirischen Forschungsergebnissen und individuellen Erfahrungen pragmatische Antworten und Anregungen zu allen nur erdenklichen Erziehungsfragen zu geben. Das Buch ist ein informatives Nachschlagewerk und damit ein Handbuch für Eltern, Lehrer und alle übrigen Pädagogen.

Peter Struck: Das Erziehungsbuch, Primus Verlag, Darmstadt 2005, EUR 24,90, ISBN 3-89678-554-0