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Aktuelles

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26.10.2005

Weiterbildung Nachdiplomkurs ‚Jungenpädagogik’

Mit Jungen professionell zu arbeiten – das ist das Ziel dieser Weiterbildung, die von der Fachhochschule Basel angeboten wird. Jungen sind eine besondere Zielgruppe in allen Feldern der Sozialen Arbeit. Um Jungen erreichen und qualifiziert mit ihnen arbeiten zu können, braucht es spezialisiertes Wissen. Und auch auf dem Hintergrund von Gender Mainstreaming ist eine kompetente Integration von Geschlechterthemen auf der Jungenseite angezeigt. Das entsprechende Verständnis, theoretische Hintergründe und passendes Handwerkszeug dafür werden in der Weiterbildung praxisbezogen vermittelt.

Der Nachdiplomkurs (NDK) richtet sich an Männer und Frauen, die mit Jungen pädagogisch arbeiten. Er beinhaltet insgesamt 25 Weiterbildungstage und gliedert sich in acht thematische Module. Eingebunden sind Methodenseminare zu Körper, Gesundheit, Gewalt, Sexualität, zu ruhigen Methoden und Ritualen.
An der Weiterbildung können Männer und Frauen aus Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Bildung, Beratung sowie verwandter Bereiche teilnehmen. Der nächste NDK beginnt im November.

Leitung Reinhard Winter, SOWIT (Tübingen). Weitere ReferentInnen: Urban Brühwiler, Halil Cigdem, Constance Engelfried, Carlo Fabian, Giancarlo Jannuzzi, Elke Kreft, Hans-Joachim Lenz, Gunter Neubauer, René Setz, Hans Peter Züger

Beginn (1. Modul): 17. – 19. November 2005
Orte i.d.R. Basel (Schweiz), ein Modul findet in einem einfachen (naturnahen) Bildungshaus statt
Auskünfte und Anmeldung

Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit bei der Basel basis
Dornacherstrasse 210
CH-4053 Basel
Tel  061 337 27 24          
Fax  061 337 27 95          
e-mail basis@fhsbb.ch
www.fhsbb.ch


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17.10.2005

Internetportal fast 4ward im neuen Gewand

fast 4ward - das Projekt und Internetportal zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie - erweitert sein Online-Informationsangebot für Unternehmen, Eltern und Multiplikator/innen. In neuem Design bietet es Interessenten ein erweitertes Informationsangebot zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Elternzeit in der betrieblichen Praxis. Die Zielgruppen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Eltern finden nun noch leichter Informationen, Erfahrungen und Tipps in getrennten Rubriken.
www.fast-4ward.de


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09.10.2005

Fachtagung zur geschlechtsbewußten Berufsorientierung

Am 9. November 2005 veranstaltet die Landesarbeitsgemeinschaft „Mädchen und jungen Frauen in Sachsen e.V” in Kooperation mit Landeskoordinierungsstelle Girls’Day Sachsen die Fachtagung „Wege geschlechtsbewußter Berufsorientierung und Lebensplanung für Mädchen und Jungen”. Die Veranstaltung findet von 9.30 bis 17.30 Uhr im Kinder und Jugendhaus Louise in Dresden statt. Auf dem Programm stehen verschiedene Vorträge und Arbeitsgruppen.

"Girls’Day: Zahlen - Fakten - Argumente. Evaluationsergebnisse und mehr zum Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag" ist der Titel des Vortrags von Wenka Wentzel (Bundesweite Koordinierungsstelle Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag). Darüber hinaus wird Miguel Diaz das bundesweite Modellprojekt "Neue Wege für Jungs" vorstellen sowie Handlungsempfehlungen für eine geschlechtsbewußte Berufsorientierung und Lebensplanung mit Jungen geben.

Arbeitsgruppen
AG 1: Gründung und Aufgaben eines Girls’Day-Arbeitskreises
AG 2: Berufsorientierung und Lebensplanung für Mädchen im Rahmen von Beratungs-, Freizeit- und Bildungsarbeit
AG 3: Neue Wege für Jungs - Ansätze für die Arbeit mit Jungen

Um Anmeldung bis zum 21. Oktober 2005 wird gebeten an:

LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.
Königsbrückerstr. 68
01099 Dresden
mueller@maedchenarbeit-sachsen.de
Tel.: 0351 - 88 88 790

Die Kosten betragen 10 Euro für Mitglieder der LAG, 16 Euro für alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer


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09.10.2005

5000 mal Zukunft

Noch bis zum 31.12.2005 können Projekte der Kinder- und Jugendarbeit Förderanträge an die Initiative „5000 x Zukunft” der Aktion Mensch, des ZDF und der Jugend- und Wohlfahrtsverbände richten. Unter dem Motto „Zukunft heißt anfangen” werden im Rahmen der Aktion 5.000 Projektideen von und für Kinder und Jugendliche ohne großen Verwaltungsaufwand mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Förderanträge können online gestellt werden.

www.5000xzukunft.de


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04.10.2005

Lasst die Väter ran!

Die Mehrheit der Väter in Deutschland - über 80 Prozent - möchte mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und sich stärker an der Familienarbeit beteiligen: Aktive Väter wollen gleichberechtigte Partnerschaften!

Demgegenüber steht, dass nur knapp 5 Prozent der Väter die seit 2001 bestehende Möglichkeit einer Elternzeit für sich nutzen. Dabei würden 56 Prozent der Väter und der (noch) kinderlosen Männer mit Kinderwunsch gerne bis zu ein Jahr lang in Elternzeit gehen, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu den Einstellungen junger Männer bis 44 Jahre zu Elternzeit, Elterngeld und Familienfreundlichkeit im Betrieb belegt.

Das zeigt: Immer mehr Männer betrachten die ökonomisch und gesellschaftlich vorgegebene Rolle als Geldverdiener der Familie als nur einen Aspekt guter Vaterschaft und einen untergeordneten dazu. Über alle Lebensphasen hinweg steht für Männer ihre Familie an erster Stelle. Väter möchten sich von Anfang an aktiv und liebevoll an der Versorgung ihrer Kinder beteiligen, ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und an ihrer Erziehung mitwirken. Umfragen zeigen, dass drei Viertel der Männer mit familiären Aufgaben ihre tatsächliche Arbeitszeit gerne verringern möchten (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg): Erwartungen an einen familienfreundlichen Betrieb. 2004).

Diese Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit veranlasste das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die vorliegende Allensbach-Umfrage sowie eine Expertise väterfreundlicher und rentabler Maßnahmen am Arbeitsplatz bei der Prognos AG in Auftrag zu geben.

Laut Allensbach würde ein Elterngeld voraussichtlich folgende Effekte haben:

  1. Wesentlich mehr Männer wollen Elternzeit nehmen.
  2. Wesentlich mehr Männer können sich vorstellen, sich für ein erstes oder ein weiteres Kind zu entscheiden.

Außerdem hat Allensbach erhoben, dass die Schwerpunkte in der Allianz für die Familie - Arbeitszeitpolitik und betrieblich gestützte Kinderbetreuung - auf hohes Interesse bei den Männern und (potentiellen) Vätern stoßen.

Elternzeit für Väter und Mütter

Mit der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Elternzeit im Bundeserziehungsgeldgesetz (BErzGG) hat die Bundesregierung Neuerungen eingeführt, die es auch jungen Vätern erlauben, für ihre Familie da zu sein, ohne ganz aus dem Beruf aussteigen zu müssen, weil vor allem junge Familien den Einkommensverlust oftmals nicht anderweitig, etwa durch Vermögen, auffangen können.

Die Neuregelung bietet gerade Vätern neue Chancen ihren Wunsch nach aktiver Elternschaft zu verwirklichen, da nun eine flexible Elternzeit mit Teilzeitregelung möglich ist. Väter können die dreijährige Elternzeit vom ersten Tag an gemeinsam mit der Mutter ihres Kindes nehmen. Dabei kann jeder von ihnen bis zu 30 Stunden in der Woche arbeiten. Mehr Flexibilität erhalten Väter und Mütter durch das Angebot, mit Zustimmung des Arbeitgebers 1 Jahr der Elternzeit zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag ihres Kindes zu nehmen, um so beispielsweise das erste Schuljahr begleiten zu können. Für die Elternzeit besteht Kündigungsschutz. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten haben auch Väter einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit.

Während der Elternzeit können anspruchsberechtigte Eltern, also auch der Vater, Erziehungsgeld beanspruchen. Deshalb sollten auch und vor allem Väter ihre Entscheidung für oder gegen eine Elternzeit nicht allein davon abhängig machen, wer mehr verdient. Entscheidend ist, was unter dem Strich in der Familienkasse bleibt. Dabei sind auch steuerliche Aspekte und die Auswirkungen auf den Anspruch auf Bundeserziehungsgeld zu berücksichtigen.

Damit jede Familie für sich die beste Elternzeitlösung findet, hat das Bundesfamilienministerium einen Elternzeitrechner ins Internet gestellt. Oft ist durch die flexible Elternzeit viel mehr möglich, als man vorher denkt.

Quelle BMFSFJ