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Aktuelles

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26.07.2018

Dokumentation: Die Abschaffung der Geschlechter

Bis zum 31. Juli ist auf 3sat noch die Dokumentation "Typisch Mann, typisch Frau, typisch Was?" zu sehen.

Die Doku von Constanze Grießler und Franziska Mayr-Keber hinterfragt althergebrachte Rollenbilder und die - scheinbaren - Kategorien von Männlichkeit und Weiblichkeit.

Doch vielen geht der "Genderwahn", das "Genderwirrwarr" auch zu weit. Wie dem streitbaren Kolumnisten Harald Martenstein, der sich in dem Film mit Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der Bildenden Künste Wien, einen verbalen Schlagabtausch zu folgenden Themen liefert: Geschlecht, Binnen I, Quotenfrauen, typisch männliches, beziehungsweise weibliches Verhalten, sowie political correctness. Außerdem gehen sie der Frage nach, ob wir heutzutage eine "Kultur des Beleidigt-Seins" pflegen.

Zur Doku: 3sat.de


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23.07.2018

Positionspapier der AGJ

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat ein Positionspapier zum Thema "Männer in der Kindertagesbetreuung" herausgegeben.

Die AGJ leistet damit einen Beitrag zur Diskussion über das Thema und verdeutlicht, dass mehr männliche Beschäftigte einen Gewinn für die pädagogische Arbeit mit Kindern und die qualitätsorientierte Gestaltung institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung darstellen können. Sie betont, dass in einer vielfältigen Gesellschaft Männer als selbstverständlicher Teil in der Kindertagesbetreuung dazugehören sollen.

Die AGJ sieht es zudem als notwendig an, dass im System der Kindertagesbetreuung eine Auseinandersetzung über ein professionelles Verhältnis von Nähe und Distanz von Fachkräften zu den von ihnen betreuten Kindern stattfindet. Der fachliche Fokus solle darauf liegen, dass für alle Kitas grundsätzlich ein sexualpädagogisches Schutzkonzept sinnvoll und professionelle Praxis sei, egal welchen Geschlechts das Personal ist.

Außerdem wird auf die zahlenmäßige Entwicklung von Männern im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung eingegangen. Trotz der erzielten Fortschritte stellen sie immer noch eine sehr kleine Gruppe innerhalb der Frauendomäne Kindertagesbetreuung dar. In diesem Zusammenhang wird auch der Boys'Day – Jungen-Zukunftstag als eine Initiative erwähnt, mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen und zu einer geschlechterausgeglichenen Berufs- und Studienwahl beizutragen. Das Erleben von Männern und Frauen, mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsrollen, sei für Kinder wichtig, um ihre eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln und sich für sie passende Verhaltensweisen und Rollenbilder zu entscheiden.

Die AGJ sieht also das Fehlen von Männern als pädagogische Fachkräfte als problematisch an, da Kindern so der selbstverständliche Umgang mit verschiedenen Geschlechtern und das Erleben von Geschlechtergerechtigkeit erschwert wird.

In ihren Handlungsempfehlungen fordert die AGJ Akteure auf allen Ebenen des Systems institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern dazu auf, geschlechtersensible pädagogische Strategien und Konzepte zu entwickeln und nachhaltig zu implementieren sowie Bedingungen zu schaffen, die der speziellen Situation männlicher Fachkräfte in dem stark weiblich konnotierten Arbeitsfeld Rechnung tragen.

Zum Positionspapier (PDF):

agj.de

Mehr zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees:

klischee-frei.de


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16.07.2018

Alle Reden, alle Präsentationen - Online-Dokumentation des BIBB-Kongresses verfügbar

Rund 900 Berufsbildungsfachleute aus dem In- und Ausland waren am 7. und 8. Juni 2018 in Berlin unter dem Motto "Für die Zukunft lernen: Berufsbildung von morgen - Innovationen erleben" zusammengekommen, um über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der beruflichen Bildung zu diskutieren.

Die Dokumentation des BIBB-Kongresses ist nun online verfügbar. Sie enthält unter anderem:

  • die Rede von Anja Karliczek, MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie
  • die Podiumsdiskussion "Zukunft der Arbeit - Zukunft der Berufsbildung",
  • die Keynote von Prof. Dr. Geoff Hayward, Universität Cambridge, zum Thema "Life outside the dual system: Challenges of vocational education in neo-liberal economies",
  • die Keynote "Berufsbildung in Zeiten des Wandels" von Prof. Dr. Ludger Wößmann, Leiter des ifo-Zentrums für Bildungsökonomik,
  • das Kongress-Resümee von BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl sowie
  • die Präsentationen fast aller Referentinnen und Referenten.

Zur Dokumentation unter: kongress2018.bibb.de


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05.07.2018

Edition F: Manager, die Erfahrungen mit Kindern haben, treffen bessere Entscheidungen

Im Interview mit Edition F fordert Schriftsteller und Kulturphilosoph Leander Scholz, der eineinhalb Jahre Elternzeit genommen hat, dass wir endlich zulassen müssen, dass Kinder unsere Welt verändern. 

Leander Scholz arbeitet am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie der Bauhaus-Universität Weimar.

Zum Interview:

editionf.com


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04.07.2018

Konzertierte Aktion Pflege: Gemeinsame Initiative zur Stärkung der Pflege in Deutschland

Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung will die Bundesregierung mehr Menschen für die Pflege begeistern. Dafür starten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey und Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, heute die Konzertierte Aktion Pflege in Berlin.

Ziel ist, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken. Zusammen mit den führenden Köpfen des Sozialsystems und den relevanten Akteuren der Pflege sollen dazu innerhalb kürzester Zeit konkrete Maßnahmen erarbeitet werden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: "Ab heute gehen wir gemeinsam gegen den Pflegenotstand vor. Das geht nur mit mehr Pflegerinnen und Pflegern. Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern und dazu die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Pflegen nach der Stoppuhr muss ein Ende haben. Gute Pflege braucht Zeit, um für Menschen da sein zu können. Die Pflegekräfte leisten viel, sie haben höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung im Alltag mehr als verdient.“‎

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Gute Pflege bedeutet Zuwendung. Die benötigt Zeit und genügend Personal. Deshalb starten wir die Konzertierte Aktion Pflege. Wir wollen mehr Menschen dazu bringen, diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen. Wir wollen Pflegekräfte ermuntern, in den Job zurückzukehren oder wieder Vollzeit darin zu arbeiten. Täglich leisten die Pflegekräfte in unserem Land Großartiges für unsere Gesellschaft. Dafür verdienen sie mehr Wertschätzung im Beruf, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger. Darum werben wir dafür, dass es künftig deutlich mehr Frauen und Männer in Deutschland gibt, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Wir wollen mit unserer Konzertierten Aktion den Pflegenden und den Pflegebedürftigen endlich die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihnen zusteht. Dazu ist es nötig, in dem Bereich mehr Tarifbindung zu schaffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Verbindliche Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen

Die Konzertierte Aktion Pflege soll die Potentiale der in der Pflege beteiligten Akteure nutzen, um gemeinsam Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die die Situation nachhaltig verbessern. Bund, Länder und die  relevanten Akteure in der Pflege (Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbände, Verbände der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, die Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbände, die Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Sozialpartner) sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der beruflich Pflegenden entwickeln und deren Umsetzung durch die jeweiligen Akteure verbindlich vereinbaren. Die Maßnahmen sollen binnen eines Jahres gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten in einem Dachgremium und fünf themenbezogenen Arbeitsgruppen entwickelt werden.

Fünf Arbeitsgruppen entwickeln konkrete Maßnahmen

Um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, setzt die Konzertierte Aktion Pflege fünf Arbeitsgruppen ein.

  • Arbeitsgruppe 1 „Ausbildung und Qualifizierung“
  • Arbeitsgruppe 2 „Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“
  • Arbeitsgruppe 3 „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“
  • Arbeitsgruppe 4 „Pflegekräfte aus dem Ausland“
  • Arbeitsgruppe 5 „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“

Die Konzertierte Aktion Pflege ist ein gemeinsames Projekt der drei Bundesministerien. Koordiniert wird die Aktion vom Bundesgesundheitsministerium, das dafür eine Geschäftsstelle einrichtet.

Quelle: www.bmfsfj.de

Jungen und junge Männer über Pflegeberufe informieren? www.zukunftsberuf-pfleger.de