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April
17.04.2018 bis 18.04.2018 | Dortmund

Rassismuskritik und Kultursensibilität im Kontext von Flucht, Migration und Männlichkeiten

Häufig wird Rassismus als negativ konnotiertes Muster in Einstellung und Verhalten "der Anderen" gedeutet. Prinzipiell ist Rassismus jedoch als gesamtgesellschaftlicher Zusammenhang zu verstehen, der in alle gesellschaftlichen Bereiche eingreift.

Pädagogen und Fachkräfte der Sozialen Arbeit müssen sich in mehrfacher Weise mit Rassismuskritik auseinandersetzen:

  • Auf der individuellen Ebene in Form einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisation.
  • Auf der strukturellen Ebene mit der Reproduktion (insbesondere nationalstaatlicher) Rassismen und der eigenen Verwobenheit Sozialer Arbeit in diskriminierende Strukturen (Gesetzgebung, Förderpraxis, Beteiligung an Abschiebungen, aber auch rassistische bis hin zu rechtsextreme Fachkräfte in den eigenen Reihen,…).
  • Auf der konzeptionellen Ebene in der Entwicklung wirksamer rassismuskritischer Ansätze. Nicht erst seit den "Silvesterereignissen" 2015 wird Männlichkeit rassistisch instrumentalisiert. Das Bild vom übergriffigen Fremden [Mann] und die Ethnisierung des Genderdiskurses sind Konstanten, die sich durch die gesamte Geschichte des Rassismus hindurchziehen. Und doch gelingt es auch heute nur bedingt, Rassismus und Gender integriert, anstatt konkurrierend zu diskutieren.

Im Rahmen der Fortbildung soll sich dem Rassismusbegriff sowohl praktisch als auch theoretisch genähert werden, um Rassismuskritik im Zusammenhang mit Männlichkeit(en) im Spannungsfeld aus "Antisexismus und Parteilichkeit" (Jantz) zu diskutieren. Außerdem werden praktische Methoden und Ansätze aus der rassismuskritischen und diversitätssensiblen Arbeit vorgestellt und erprobt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier: