Neue Wege für Jungs

Aktuelles

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18.10.2018

BIBB: Soziales Umfeld entscheidend für Berufswahl von Jugendlichen

Neue Erkenntnisse zu Ursachen des Lehrlingsmangels im Handwerk: Stehen Jugendliche vor der Frage, ob sie einen Handwerksberuf erlernen sollten, geht es für sie nicht nur darum, ob die Arbeit interessant ist, was sie einbringt und unter welchen Bedingungen sie zu verrichten ist. Noch wichtiger ist für die Jugendlichen, ob ihnen die Wahl des Berufs hilft, in ihrem sozialen Umfeld zu punkten. Ist dies nicht der Fall, nehmen viele vom betreffenden Beruf Abstand, selbst dann, wenn ihnen die Arbeit darin gefallen würde.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung von rund 1.700 Schülerinnen und Schülern, die der neuesten Ausgabe der Reihe BIBB REPORT des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zugrunde liegen.

Für das Handwerk stellt der starke Einfluss des sozialen Umfeldes eine große Herausforderung dar. Denn immer mehr Schülerinnen und Schüler stammen aus Elternhäusern, die selbst keine Verbindung zum Handwerk mehr haben und von ihren Kindern das Abitur oder einen Hochschulabschluss erwarten. Die Folgen: Viele dieser Kinder verlieren nicht nur das Interesse, an eine Berufsausbildung im Handwerk überhaupt noch zu denken. Sie wissen auch über Handwerksberufe und ihre Tätigkeitsanforderungen weniger Bescheid – anders als ihre Klassenkameradinnen und -kameraden, die über ihre Bekannten und Verwandten noch Kontakte zu Handwerkerinnen und Handwerkern haben.

Durch eine stärkere Aufklärung über die aktuellen Tätigkeitsanforderungen in Handwerksberufen ließe sich sehr wohl das Interesse der Schülerinnen und Schüler steigern. Denn das, was sich diese vor allem wünschen – abwechslungsreiche und kreative Arbeit unter Einsatz modernster Technik – kennzeichnet nach Ansicht von Ausbilderinnen und Ausbildern die Arbeit in Handwerksberufen viel stärker als Jugendliche vermuten.

Gleichwohl bleibt es für die Jugendlichen aber die entscheidende Frage, ob ein Beruf ihr Ansehen beziehungsweise ihre Stellung in ihrem sozialen Umfeld stärkt. Ist dies nicht der Fall, zum Beispiel, weil sie infolge der Erwartungen ihrer Eltern den Gedanken an eine Berufsausbildung im Handwerk längst aufgegeben haben, vermag auch die Aufklärung über die tatsächlichen Tätigkeiten in diesen Berufen nur noch wenig bewirken.

Zur Pressemitteilung auf: bibb.de


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09.10.2018

Radiobeitrag: Mehr Männer in Erziehungs- und Pflegeberufe - Wie kann das gelingen?

Mehr Geld, mehr Anerkennung, mehr Arbeitskräfte - das sind die aktuellen Forderungen, wenn es um Erziehungs- und Pflegeberufe geht.

Doch wie ist eine Veränderung des Geschlechterverhältnisses in diesen Berufsfeldern zu erreichen? Mehr als vier Fünftel der Pflegekräfte waren 2017 Frauen (Krankenpflege 81 Prozent; Altenpflege 84 Prozent), in der Kita-Erziehung sind es 95 Prozent.

Warum ist das so? Wie können diese traditionellen "Frauenberufe" attraktiver auch für Männer werden? Ist es vor allem eine Frage der Entlohnung und der belastenden Arbeitsbedingungen?

Ein Radiobeitrag des Kulturradios RBB setzt sich mit diesen Fragen auseinenander.

Zur Sendung auf: kulturradio.de


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02.10.2018

#FumaFachtag18: Mind the Gap! Verhältnis von sozialer und digitaler Teilhabe

Die Digitalisierung verändert unsere sozialen Beziehungen und damit auch die pädagogische Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Wandel hat Einfluss darauf, wie Menschen miteinander kommunizieren, arbeiten, lernen und miteinander leben. Für einige Personen und Bereiche ist das ein großer Fortschritt. Es eröffnet sich ein Möglichkeitsraum für neue Formen von Teilhabe, Austausch und Willensbildung.

Für andere entstehen dadurch neue Barrieren, sozialer Ausschluss oder das bloße Gefühl, abgehängt worden zu sein. Mit Gästen aus Wissenschaft, Kultur und politischer Arbeit wird auf den #FumaFachtag18 der Frage nachgegangen, in welchem Verhältnis soziale und digitale Teilhabe zueinanderstehen.

Prof.in Barbara Schwarze hält auf dem Fachtag am 19.11.18 an der Ruhr-Universität Bochum einen Impulsvortrag zu "Gender & Diversität im Kontext von Digitalisierung".

gender-nrw.de


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21.09.2018

Wie die Geschlechter Macht und Arbeit verteilen

Das September-Heft der WZB-Mitteilungen "Wie die Geschlechter Macht und Arbeit verteilen" enthält auf 80 Seiten Analysen und Berichte aus Politik und Arbeitswelt, aus Familie, Wirtschaft und Wissenschaft.

Haben Frauen heute mehr Einfluss als vor ein, zwei, drei Jahrzehnten? Zu dieser Frage bietet das Heft Material aus verschiedenen Kontinenten. 

Wie wird Arbeit zwischen den Geschlechtern verteilt? Dieser Frage gehen Autorinnen in drei Artikeln nach. Allen gemeinsam ist die Feststellung, dass die stereotype Aufteilung – Frauen arbeiten mehr im Bereich von Hausarbeit und Fürsorge, Männer haben stärkere Anteile an der Erwerbsarbeit – sehr zählebig ist.

Und die Wissenschaft? Kämpferisch zeigen sich sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und tragen Erfahrungen von Klischees, Diskriminierung und Behinderungen zusammen.

Zum Heft (PDF) auf: wzb.eu


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13.09.2018

Ifo-Bildungsbarometer veröffentlicht

Das Münchner Ifo-Institut hat sein jährlich erscheinendes Bildungsbarometer veröffentlicht. Der Themenschwerpunkt liegt in diesem Jahr bei Geschlechterrollen in Unterricht und in der Gesellschaft.

Viele Befragte wünschen sich, dass Gleichstellung von Mann und Frau thematisiert werden. In Sachen Teilzeit-Arbeit ist die Geschlechtertrennung noch voll sichtbar.

Ein Ergebnis der Ifo-Studie ist, dass ein Groß­teil der Deutschen einer Ausweitung von Aktionstagen wie dem Girls'Day und dem Boys'Day sehr positiv gegenübersteht.

72 Prozent der Män­ner und 76 Prozent der Frauen spre­chen sich dafür aus, dass alle Mädchen an deutschlandwei­ten Aktionstagen teilnehmen, die Mädchen für Berufe inter­essieren sollen, in denen vor­wiegend Männer arbeiten.

Auch die Zustimmung zur Durchführung eines Boys'Days ist sehr hoch: Jeweils 68 Prozent der Männer und Frauen sind dafür, dass alle Jungen an deutschlandweiten Aktions­tagen teilnehmen, die Jungen für Berufe interessieren sollen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten.

Hier geht es zum Bildungsbarometer:

cesifo-group.de


Quelle: http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/Aktuelles


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